Tischkalender 2020

Der Tischkalender 2020 zugunsten von „Zukunft für Johannes Hablik“

Infos über Johannes Hablik finden Sie unter:  www.johannes-hablik.de

Verkaufspreis pro Kalender : 6,95 €  

Pro Kalender gehen 2,00 € an „Zukunft für Johannes Hablik e.V.“

Verkaufstellen (erhältlich ab dem 02.12.):

  • buch + co  Leuschnerstraße 14, 64372 Ober-Ramstadt
  • FrühstücksEcke to go Darmstädter Str. 2, 64372 Ober-Ramstadt

Versand(zzgl. 2,50 Versandkostenpauschale)

ab sofort bestellbar. Direkt über: reinihai@aol.com

Zu den Kalenderbildern:

Meeresküsten
Titelbild: Kai Matthes – Espanola/Galapagosinseln

Den Begriff „Meeresküsten“ zu beschreiben ist  weitaus komplexer als es auf den ersten Blick scheint.

Meeresküsten sind mehr als nur eine Linie(Küstenlinie) die Land und Meer voneinander trennt.

An Meeresküsten vereinen sich diverse Ökosysteme wie Gezeitenzonen, Flussmündungen, Wattgebiete und Seegraswiesen.

Alle in diesem Kalender abgebildeten Tiere brauchen sowohl den Ozean als auch den Lebensraum Land um existieren zu können und zeigen beispielhaft wie sehr Land und Wasser miteinander verbunden sind.

Rote Klippenkrabbe – Sally Lightfoot Crab  
Foto: Kai Matthes – Galapagosinseln

Die Rote Klippenkrabbe hat eine einzigartige Fähigkeit. Sie ist in der Lage, ihren Körper so fest an die Felsklippen zu klammern, dass Brandungen, die über sie hereinstürzen sie nicht wegreißen können. Bezüglich der Gliedmaßen ist die Krabbe in der Lage, diese zu regenerieren, wenn sie durch den Angriff eines Fressfeindes verloren gehen sollten, oder sie diese freiwillig abwirft.

Ihren englischen Namen hat die Krabbe von einer Baletttänzerin, weil sie sich so schnell und leichtfüßig über die Felsen bewegt. 

Felsenpinguin
Foto: Reinhard Mink – Argentinien

Felsenpinguine (englisch: Rockhopper Penguin) sind keine Weicheier. Sie fressen alles was sie fangen und verzehren können. Sie jagen nach kleinen Fischen, Krebsen und Kalmaren und erreichen dabei Tiefen bis zu 170 Metern. Obwohl sie von kleiner Gestalt sind, greifen sie ausnahmslos jedes Lebewesen an, das ihrem Nest zu nahe kommt. 

Zu ihren Partnern sind die drolligen Felsenpinguine allerdings ausgesprochen zärtlich und betreiben gegenseitige Gefiederpflege. Die rote Liste der IUCN führt  sie als „gefährdete Tierart“.

Meerechse
Foto: Kai Matthes – Glapagosinseln

Meerechsen zählen zu den Leguanen und es gibt sie nur auf den Galapagosinseln. Sie sind weltweit die einzigen Echsen die ihre Nahrung auch unter Wasseroberfläche des Meeres sucht. Dabei tauchen sie bis zu 15 Meter tief und können bis zu einer halben Stunde unter Wasser bleiben.
Mittlerweile werden sie in 11 Unterarten unterteilt. Verwilderte Hunde und Katzen stellen für die Tiere eine große Gefahr dar. Durch die Gesetze Ecuadors sind die Meerechsen vollständig geschützt und im Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen im Anhang II verzeichnet.

Junger südlicher See-Elefant
Foto: Reinhard Mink – Argentinien

Ihren Namen haben sie von ihrer vergrößerten rüsselartigen Nase der erwachsenen Männchen.

Sie sind die größten Robben der Welt und große Bullen erreichen eine Länge von bis zu 6,5 Metern. See-Elefanten sind hervorragende Schwimmer und tauchen auf über 1000 Meter Tiefe. Forscher haben herausgefunden das See-Elefanten bei ihren Hochseeaufenthalten sich die nötigen Ruhephasen in Form von 8 minütigen Powernaps holen. Dabei lassen sie sich auf dem Rücken in über 300 Meter tiefe absinken, da in dieser Tiefe keine Angriffe von Orcas oder Weissen Haien drohen.

Küstenseeschwalbe
Foto: Kai Matthes – Azoren

Manchmal stecken in den kleinen Vertretern der Tierwelt wahre Riesen. Küstenseeschwalben halten einen unglaublichen Rekord, den sie Jahr für Jahr erneut unter Beweis stellen. Sie legen die längste Reise aller Zugvögel innerhalb eines Jahres zurück.

Dabei wandern sie von der Arktis in die Antarktis – und zurück! Auf dieser Reise legen sie über 30.000 Kilometer zurück.

Es wurde sogar ein  Tier besendert das eine Strecke von 96.000 Kilometern innerhalb von 10 Monaten zurücklegte.

Grüne Meeresschildkröte
Foto: Reinhard Mink – Rotes Meer

Die grüne Meeresschildkröte ist nach der Lederschildkröte, die zweitgrößte Art der Meeresschildkröten. Wie alle Meeresschildkröten kommt sie zur Eiablage nach ihrer wundersamen Reise zum Strand ihrer Geburt zurück.

Grüne Meereschildkröten ernähren sich weitestgehend von Seegras. Seegraswiesen selbst sind ein bedrohter Lebensraum der meist  direkt an der Meeresküste beginnt. Meeresschildkröten sind vielen Bedrohungen ausgesetzt, einschließlich des Verlustes ihrer Nistplätze aufgrund von wirtschaftlichen Interessen, der illegalen Jagd, dem Ausrauben der Nester durch Menschen sowie der fortschreitenden Umweltverschmutzung. Alle Meereschildkröten werden auf der Roten Liste der IUCN als „gefährdet“ oder „vom Aussterben bedroht“ geführt.

Magellan Pinguin
Foto: Kai Matthes – Argentinien

Der Magellan Pinguin hat sein Verbreitungsgebiet in Südamerika bis zu den Falklandinseln. Zur Brutzeit versammeln sich die Tiere zu Kolonien mit bis zu 400.000 Tieren.

Die Magellan-Pinguine sind monogam, sie kehren jedes Jahr zum gleichen Partner zurück. Das Männchen erreicht für gewöhnlich etwas früher den Brutplatz, um sicher zu sein, dass nicht ein anderer Pinguin seinen Bau stiehlt. Das Weibchen ist in der Lage, ihren Partner durch seinen Ruf zu finden.

Eisbär (Ursus Maritimus)
Foto: Reinhard Mink – Kanada

Er ist das  größte an Land lebende Raubtier und wie sein lateinischer Name vermuten lässt ist sein Leben eng mit dem Lebensraum Ozean verknüpft. Eisbären sind hocheffektive Fettverwerter. Von einem Kilo Fett, legt ein Eisbär erstaunliche 980 Gramm in Eigenmasse an. Ihre Hauptnahrung sind Robben, die sie von den Eisflächen aus erjagen. Eisbären sind zum Sinnbild des Klimawandels  geworden, da Teile ihres Lebensraums dahinschmelzen. An der kanadischen Hudson Bay trifft man in der Umgebung von Churchill auch im Sommer auf Eisbären. Es wurden bereits Hybriden(Kreuzungen) von Eisbären und Braunbären in freier Wildbahn nachgewiesen. Die Hybriden sind in der Lage Nachkommen zu zeugen. Auf der roten Liste der IUCN werden Eisbären als „gefährdet“ geführt. 

Blaufusstölpel
Foto: Kai Matthes – Galapagosinseln

Die gewandten Flieger und Taucher verdanken ihren Namen den Blauen Füssen. Diese spielen in ihrem komplexen und interessanten Balzverhalten eine wichtige Rolle: Weibchen bevorzugen nämlich Männchen mit kräftig blau gefärbten Füßen. Männchen mit eher blassen Füßen verschmähen sie. 

Kräftig blaue Füsse sind ein Beleg dass ein Männchen in der Lage ist ausreichend Futter zu finden. Setzt man einen Blaufusstölpel auf die Diät, so lässt bereits nach 2 Tagen die intensive Blaufärbung nach. Das faszinierende Balzverhalten von Tölpen lässt sich hervorragend auf der Nordseeinsel Helgoland beobachten.

Galapagos Seelöwe
Foto: Kai Matthes – Galapagosinseln

Galapagos-Seelöwen leben weitestgehend endemisch auf den Galapagosinseln. Hin und wieder  tauchen Exemplare auf den Cocosinseln oder dem ecuadoreanischen Festland vorgelagerten Inseln auf.

Galapagos-Seelöwen leben in lockeren Verbänden , bei denen die „Bullen“ genannten Männchen über ihren Harem wachen. Galapagos-Seelöwen sind verspielt. Mit ihnen zu tauchen beinhaltet einen hohen Spassfaktor – jedoch sollte man den Leitbullen der Harems, den sogenannten „Paschas“ mit Vorsicht begegnen.

Alpenstrandläufer
Foto: Reinhard Mink – Helgoland

Der etwas irreführende Namen kommt von den Ornithologen zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wo man ihn als Brutvogel der lappländischen Alpen erforschte.

Der Alpenstrandläufer ist zirkumpolar verbreitet und ein Brutvogel arktischer Tundren. Je nach Verbreitungsgebiet haben die Vögel unterschiedliche Zugwege. Tiere die wir im Nordseeraum beobachten können,  kommen meist aus Sibirien und überwintern in einem Gebiet, das von den Niederlanden bis nach Großbritannien und Irland reicht oder sie ziehen über Russland und die Ukraine in den Schwarzmeerraum und nach Vorderasien.

Kegelrobbe im Fellwechsel
Foto: Reinhard Mink – Helgoland

Die jungen Kegelrobben kommen mit einem hellen, flauschigen Geburtsfell, auch ‚Lanugo’ genannt, zur Welt. Dieses Fell wird im Verlauf der ersten sechs Lebenswochen abgestoßen und durch das ‚normale’ „wasserfeste“ Fell ersetzt.  Eine dicke Speckschicht schützt vor drohender Unterkühlung. Pro Tag futtern sich die kleinen Kegelrobben 1-2 Kilo an Gewicht an.

Woher Kegelroben ihren Namen haben, wird teils auf ihre kegelförmigen Zähne und teils auf die kegelförmige Kopfform der erwachsenen Tiere zurückgeführt. 
Ich halte zweites für am wahrscheinlichsten. Seit Mitte der 90er Jahre stellen die Kegelrobben Helgolands Jahr für Jahr in den Wintermonaten einen neuen Rekord an Neugeburten auf (zuletzt mehr als 420)

Schreibe einen Kommentar