Botschafter der Wildnis: Junger Berggorilla – Der Wert der Nationalparks


Das Bild eines jungen Berggorillas verbinde ich mit einem der großen emotionalen Momente der letzten Jahre. Denn jeder neugeborene Gorilla ist ein Funken der Hoffnung, dass diese faszinierende Menschenaffenart weiter existiert. Zu diesem Zeitpunkt ist die Gesamtpopulation an Berggorillas zum ersten Mal knapp über eintausend Tiere gestiegen. Bei solch einer geringen Zahl, muss man jedoch nach wie vor,  vom Bergriff der „letzten ihrer Art“ gebrauch machen.

Direkt an der Grenze des Bwindi Nationalparks werden selbst steile Hänge landwirtschaftlich genutzt.

Berggorillas gibt es weltweit nur in zwei, nicht weit voneinander entfernten, Gebieten in Afrika. Die beiden geografischen Gebiete sind durch drei verschiedene Nationalparks unter Schutz gestellt.. Den Bwindi Nationalpark(Uganda), den Volcanoes Nationalpark(Ruanda) und den Virunga Nationalpark(Kongo).

Ohne den Schutzstatus dieser Nationalparks und dem Lebenswerk einiger weniger Menschen, wäre diese Art längst von unserem Planeten verschwunden. Denn alleine der Hunger nach den natürlichen Resourcen der Regenwälder hätte diesen Lebensraum vernichtet.

Auch der Buschbock lebt im Bwindi Nationalpark

Vielleicht kann man Berggorillas als eine prominente Art bezeichnen, denn sie lösen bei vielen Menschen eine große Faszination aus. Das ist gut, denn durch den Schutz dieser Art wird auch der gesamte Lebensraum der betreffenden Nationalparks geschützt und lässt unzählige weitere Lebewesen des Waldes davon profitieren.

Der Berggorilla ist für mich ein wunderbares Beispiel wie eine einzelne Art zum Botschafter eines ganzen Ökosystems wird.

Das Jacksons Chamäleon zählt zu den kleineren Bewohnern des Bwindi Nationalparks

Ein Nationalpark braucht Akzeptanz bei der einheimischen Bevölkerung und stellt im Management hohe Herausforderungen im sozialpolitischen Bereich

Denn der größte Schatz den diese Regenwälder beherbergen ist nichts geringeres als das große Wunder vom Kreislauf des Lebens. Millionen von Mikroben und Würmern im Boden des Regenwaldes, Pilze, Insekten, Vögel und die weitere artenreichere Flora und Fauna sorgen dafür, dass dieser Kreislauf in seiner Ganzheit funktioniert.

Das große Wunder eines funktionierenden Kreislaufs ist mit Abstand der größte Wert, den unsere Erde besitzt.
Wir sollten dringend lernen diesen Wert mehr und besser zu respektieren.

Das komplexe System vom Kreislauf der Natur haben wir noch lange nicht in seiner Ganzheit erforscht und begriffen. An vielen Stellen unseres Planeten existiert es bereits nicht mehr.  In den geschützten, intakten Lebensräumen der Nationalparks, bekommen wir jedoch jeden Tag aufs neue gezeigt wie der Weg dieses Kreislaufs funktioniert und nach welchen Regeln man diesen Weg geht.  

Für die Menscheit wird es leider keinen zweiten Weg irgendwo daneben geben. Einen Weg den wir uns oftmals vorgaukeln – auf dem wir alle unsere Phantasien, Wünsche und Visionen ausleben könnten. 
Für uns wird es leider nur diesen einen Weg , nach den Gesetzen der Natur geben.

Wir alleine werden enstcheiden wie lange wir ihn weiter gehen.

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